Nachwuchs an aktiven Dienst heranführen

Jugendfeuerwehr Herrstein-Niederwörresbach trainiert Lösch- und Hilfeleistungseinsätze

Jugendarbeit ist für die Feuerwehren in der VG Herrstein eine wichtige Aufgabe, wie Wehrleiter Nils Heidrich betont. „Die personelle Entwicklung ist wie in allen Ehrenämtern auch bei der Feuerwehr rückläufig. Wir versuchen, diese Entwicklung durch eine bessere Jugendarbeit abzufedern.“

Die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Herrstein-Niederwörresbach trainierten mit ihren Ausbildern Pascal Maurer, Stefan Marx und Markus Moser nun den Einsatzablauf im Löscheinsatz in mehreren Ausbildungsabschnitten. Das erworbene Wissen wendeten die Jugendfeuerwehrangehörigen bereits bei einer Gemeinschaftsübung der Jugendfeuerwehren in Oberreidenbach erfolgreich an. Dabei lernen sie auch die Dienstvorschriften kennen, schließlich werden darin die Feuerwehrtätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz geregelt. Auch die Sitz- und Antreteordnung gehört zu den Dingen, welche die Jugendlichen lernen und regelmäßig üben.

„Alle Handgriffe, welche die Jugendlichen in diesen Ausbildungseinheiten lernen, begleiten sie auch in ihrer späteren Tätigkeit bei der Feuerwehr“, sagte Pascal Maurer. So werde dann der Wechsel in den regulären Feuerwehrdienst entsprechend erleichtert.

Derzeit verfügen die zwölf Jugendwehren in der VG Herrstein über knapp 130 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren. Zur weiteren Unterstützung wurden im April vier Vorbereitungsgruppen zur Jugendfeuerwehr – sogenannte Bambiniwehren – gegründet. In den vier Gruppen in Herborn, Dickesbach, Hettenrodt und Herrstein sind seither circa 60 Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren aktiv.

Nahe Zeitung vom Montag, 12. Oktober 2015