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Heimspiel für Martin Weller in Herborn

Sanfter als gewohnt

In heimeliger Atmosphäre fanden sich am Samstagabend in der Vereinshalle Herborn rund 160 Besucher ein, die einen stimmungsvollen Konzertabend erlebten. Das Programm bot eine gelungene Mischung aus alten und neueren Liedern des Poeten, Liedermachers und brillanten Komikers Martin Weller. So ist er eben: vielseitig, humorvoll und virtuos auf seiner Gitarre und mit seiner Stimme. Dabei versteht der Vollmersbacher es immer wieder, durch witzige Moderation und spritzige Liedertexte den Zuhörer in seinen Bann zu ziehen.

Martin Weller beschreibt Alltagssituationen, in die sich jeder einfühlen kann. Meist geht es um die Liebe mit ihren kleinen und großen Schwierigkeiten. Er singt von der Last mit der Katz, von der Hasenzucht des Onkels und von der besonderen Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Idar-Oberstein und dem geliebten Rollbraten. Im Hunsrücker Dialekt hört sich alles sehr vertraut und liebenswert an.

Wunderbar, wie eine Autopanne zum Ehestreit führt und auf dem langen Weg von Allenbach nach Idar ausgetragen wird. Ein Zuhörer, der den Hochwald-Cowboy aus früheren Konzerten kennt, meinte: „De Maddin ist sanfter geworden. Hat an Biss und Humor aber nichts verloren.” Zur Überraschung der Konzertbesucher gesellte sich auch noch ein langjähriger Freund zum Künstler auf die Bühne. An Rhythmus- und Akustikgitarre garantierten Freddy Kelbassa und Martin Weller Gänsehautfeeling. Die vom ersten Moment an begeisterte Stimmung zog sich bis zum Schluss des gesamten Konzertabends hin. Natürlich durfte Weller die Bühne nicht ohne zahlreiche Zugaben verlassen.

Nahe Zeitung vom Donnerstag, 2. Februar 2017