Fröhliche Chorklänge brachten Frühlingsstimmung

Konzert MGV und Frauenchor Herborn verzauberten

Beim Jahreskonzert des Männergesangvereins und Frauenchors Herborn saß wohl kaum jemand im Publikum, der bei den eisigen Temperaturen das Stadium des Frühlingserwachens schon erreicht hatte. Als dann aber die gastgebenden Chöre unter der Leitung von Maria Schukow den Abend mit dem Chorus „Glory to the lamb“ eröffneten und auf die Bühne zogen, schien den Zuhörern bewusst zu werden: Bald ist Ostern, und die helle Jahreszeit beginnt.

Und so ließ sich das Publikum in der voll besetzten Mehrzweckhalle auch gern mitnehmen, als die Hausherren die Melodie zu „In mir klingt ein Lied“ von Friedrich Zimmer anstimmte, und damit das Motto des Nachmittags aufleben ließ. Die Vorsitzende Ingrid Schmidt ermunterte die Zuhörer in ihrer Begrüßungsrede, sich von der Vielfalt der Klänge verzaubern zu lassen, die die heiteren Elemente des Frühlings überbringen.

Vier Sängerinnen des MGV und Frauenchors Herborn wurden von Hans Georg Petry vom Kreis-Chorverband Birkenfeld geehrt: Hannelore Weller und Sabine Fruh für jeweils 25 sowie Gisela Hey für 40 Jahre und Gisela Pick für 50 Jahre Singen im Chor. Foto: Gudrun Gottschalk Vier Sängerinnen des MGV und Frauenchors Herborn wurden von Hans Georg Petry vom Kreis-Chorverband Birkenfeld geehrt: Hannelore Weller und Sabine Fruh für jeweils 25 sowie Gisela Hey für 40 Jahre und Gisela Pick für 50 Jahre Singen im Chor. Foto: Gudrun Gottschalk „Sei glücklich heut’, genieß’ den Augenblick“ von Michael Schmoll und die Huldigung „Musik, du meine Liebe“ von Theo Fürst waren der perfekte Übergang zur Ehrung von vier Sängerinnen des MGV und Frauenchors Herborn: Hannelore Weller und Sabine Fruh für 25, Gisela Hey für 40 und Gisela Pick für 50 Jahre Singen im Chor. Hans Georg Petry vom Kreis-Chorverband Birkenfeld überreichte die Urkunden.

Mit einer heiteren, informativen Moderation führten im Wechsel Ingrid Schmidt und Claudia Reidenbach durch das Programm. Als Gäste waren die Simmphoniker aus Simmertal unter der Leitung von Karl-Eugen Kaiser angereist. Im homogenen A-cappella-Gesang wechseln ihre Stimmen bei Songs wie „Can You Feel the Love Tonight“ von Elton John mühelos zwischen Liedtext und untermalenden instrumentalen Klängen.

Ein wenig Premierenfieber brachte der Gemischte Chor Sängerlust Dickesbach unter der Leitung von Maxim Schukov mit. Der Chor hatte erst vor einem halben Jahr eine Frischzellenkur durch 15 junge Sänger erlebt und trat nun zum ersten Mal in der neuen Formation auf. Sie bot mit ihren Liedern eine peppige Performance wie unter anderem mit „Mein kleiner grüner Kaktus”. Die neue Chorgemeinschaft versprühte Lebensfreude und Sangeslust unter der mitreißenden Führung ihres Dirigenten.

Die Hettenrodter Tenöre Wilfried Wagner und Manfred Schwarz entführten die Zuschauer mit dem Lied „Im Prater blüh'n wieder Bäume“ von Robert Stolz nach Wien und machten anschließend mit dem Lagunen-Walzer von Johann Strauß einen Abstecher nach Venedig. Friedel Schmidt sorgte als Dritter im Bunde für die Begleitung am Klavier.

Eine solistische Spezialität erlebten die Konzertgäste mit einem Akkordeonmedley von Theo Fürst, gespielt von Maria und Maxim Schukov. Virtuos im Spiel, interpretieren die Musiker das russisch-nationale Element der Musik und führten meisterhaft in eine andere Welt.

Mit grünen Schals geschmückt, brachte der Gemischte und Frauenchor Enzweiler Frühlingswind auf die Bühne. Die Chorgemeinschaft unter der Leitung von Maxim Schukov war kurzfristig für den Westricher Kinder- und Jugendchor eingesprungen. Nach „Barbar’ Ann“ von Lorenz Maierhofer gaben sie die musikalisch ruhevolle Zugabe „Adiemus“ von Karl Jenkins. Die Gastgeber übernahmen das Finale. Zunächst erklärte der Frauenchor dem Publikum ein paar neckische Tipps „vom Küssen“ mit der Volksweise „Die Mutter spricht“ im Satz von Wilhelm Nagel. Dann verriet der Gesamtchor das Rezept für Lebensfreude im „Gesang ein Leben lang“ von Theo Fürst. Am Ende des gut zweistündigen Konzerts bedankten sich die Sänger musikalisch für die Lieder.

Gudrun Gottschalk, Nahe Zeitung vom Donnerstag, 28. März 2013, Seite 21

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